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Operation Walter – Das verlassene Gefängnis

Verlassenes Gefängnis

Es ist 04.00 Uhr in der Früh, als wir in der Nähe von Lübeck unsanft aus dem Schlaf gerissen werden. Bevor der erste Kaffee auch nur ansatzweise zu wirken beginnt, stecken wir bereits in schweren Einsatzstiefeln und verladen unsere Ausrüstung in die zweckentfremdete Familienkutsche. Unser Ziel: Ein verlassenes Gefängnis.

Wir durchfahren 3 Bundesländer und kommen pünktlich vor Sonnenaufgang an der ehemaligen JVA an. Der Gedanke, dort rein zu wollen wo alle anderen raus wollten, klingt surreal. Das Gelände ist gut gesichert. Die Vermessung von Satellitenbildern verspricht einen 10m breiten Wassergraben der sich um das gesamte Areal zieht. Um den Schwierigkeitsgrad etwas anzuheben steht wenige Schritte dahinter ein 3 Meter hoher Sicherheitszaun, der liebevoll mit Nato-Draht verziert wurde.

Nach einigen, nennen wir es Strapazen, finden wir dennoch eine Lösung um auf das riesige Gelände der ehemaligen JVA zu kommen. Begleitet von Regen erkunden wir peu à peu die Gebäude und machen unsere Aufnahmen. Das GPS-Gerät nimmt brav jeden Schritt von uns auf, bis wir am Ende das Gelände so unauffällig verlassen, wie wir es betreten haben.

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